Duisburg

Duisburg im Westen von Nordrhein-Westfalen ist stark mit dem Niederrhein verbunden und repräsentiert den rheinischen Teil des Ruhrgebiets. Die ehemalige Hochburg der Hütten und Zechen, Stahlwerke und Industriebetriebe ist im Wandel begriffen. Neben der Industrie sind heute Handel und Logistik, Dienstleistungen und Freizeit wichtige Faktoren für die lokale Wirtschaft. Bereits im Mittelalter war Duisburg wegen der günstigen Lage am Rhein eine nicht unbedeutende Handelsstadt und eng mit der Hanse verbunden.

Traditionell bestanden enge kulturelle und wirschaftliche Verbindungen zu den nahen Niederlanden. Im 16. Jahrhunder ließ sich der niederländische Kartograph Gerhard Mercator in Duisburg nieder und reifte hier zu einem der bedeutendsten Zeichner und Hersteller von Landkarten und Globen seiner Zeit. Seit dem 19. Jahrhundert wuchs Duisburg aus immer mehr eingemeindeten Ortschaften zu einer industriell geprägten Großstadt am Zusammenfluss von Rhein und Ruhr zusammen. Duisburg-Rheinhausen wurde für lange Zeit zu einer Hochburg der Stahlproduktion in Deutschland.

Bis heute wichtig für die Wirtschaft und zunehmend auch für die Freizeit ist der Duisburger Hafen, der größte Binnenhafen in Europa. Kultur wird in Duisburg traditionell groß geschrieben. Die Duisburger Oper ist weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt und das Lehmbruckmuseum für moderne Kunst eines der bedeutendsten Ausstellungshäuser seiner Art im Ruhrgebiet. Als Standort der Universität Duisburg-Essen ist der Duisburger Campus im Stadtteil Duissern aus dem Stadtbild der rheinischen Großstadt nicht mehr wegzudenken. Trotz Industrialisierung und Fortschritt ist die Stadt bodenständig und dem Brauchtum verhaftet geblieben, der Karneval mit seinen zahlreichen Umzügen repräsentiert volkstümliche Kultur. Highlight bei den Angeboten für Freizeit ist der weithin bekannte Duisburger Zoo mit seltenen Tieren wie Koalas.